SPIEL 2018

Und schon ist sie wieder vorbei: die Spielemesse in Essen, auch dieses Jahr mit einem neuen Ausstellerrekord. Einmal mehr zockten Tausende von Besuchern in vier Tagen, was das Zeug hält. Nicht mehr dabei: die GFR e.V. Denn der Rollenspielbereich der SPIEL ist über die Jahre immer kleiner geworden und inzwischen faktisch nicht mehr vorhanden. Klar, es gibt noch Larpzubehör und Metstände, aber die einstige Rollenspielhalle (gute alte Nr. 6!) ist leider Geschichte. Daher hat sich auch unser Schwerpunkt verlagert: auf die RPC. Dort findet Ihr uns schon seit einigen Jahren größer, besser und verrückter (?) als je zuvor.

Aber auch auf der SPIEL waren wir natürlich unterwegs: als Spieler. Was diese Redakteurin so probegespielt hat, erfahrt Ihr hier!

Belratti

Verlag: Mogel
Spieler: 3-7
Alter: 9+
Spieldauer: 20-45 min

Die spielebegeisterte Familie Loth bringt seit einigen Jahren im Eigenverlag hübsche (Karten-)Spiele auf den Markt. Ihr neuestes Werk hat sogar den Hippodice Autorenwettbewerb 2018 gewonnen! In „Belratti“ geht es um Gemälde: Maler verkaufen ihre neuesten Werke an Kunsthändler. Dabei spielt man gemeinsam, um die miesen Fälschungen des namensgebenden Belratti zu enttarnen. Ein kooperatives Assoziationsspiel, das ein wenig an „Dixit“ erinnert.

Fazit: Schnell und unterhaltsam, leicht zu lernen. Nicht nur für Kunstbanausen!

Black Stories. Das mörderische Drehbuch.

Verlag: Moses
Spieler: ab 2
Alter: 12+
Spieldauer: Individuell

Ein weiterer Ableger der beliebten Black Stories: Diesmal rät man nicht nach Text, sondern nach Bild. Dabei spielt sich die Handlung in sechs Bilderkarten (in klassischer Black-Stories-Aufmachung) vor den Ratenden ab. Sie müssen die Karte genau beschreiben, um weiterzukommen und die nächste zu erhalten. Allerdings ist diese Lösung meist zu offensichtlich. Vielleicht waren auch die von uns ausprobierten Geschichten zu leicht (mindestens eine aus den klassischen Black Stories entlehnt). Eine Herausforderung war dies jedenfalls nicht.

Fazit: Für ausgefuchste Black-Stories-Rater bei weitem zu einfach. Lieber bei der klassischen Version bleiben.

Adventure Island

Verlag: Pegasus
Spieler: 2-5
Alter: 10+
Spieldauer: 45-90 min

Eins der gehyptesten Spiele auf der Messe war „Adventure Island“. Die wenigen fertig produzierten Exemplare waren am ersten Messetag nach zwei Stunden vergriffen. Lohnt es sich? Auf jeden Fall fanden wir das Konzept ansprechend. Die Handlung ist in Kapitel aufgeteilt. Als Schiffbrüchige stranden die Spieler auf einer einsamen Insel und müssen sich zunächst Nahrung und einen Unterschlupf verschaffen. Ist ihnen das gelungen, entwickelt sich die Handlung weiter und wird komplexer. Das Ganze ist eine Mischung aus Survival, Abenteuer und Koop-Spiel und hat in jedem Fall Potential.

Fazit: Vielversprechend. Macht Lust auf mehr.

Princess Jing

Verlag: Matagot
Spieler: 2
Alter: 8+
Spieldauer: 25 min

Ein Zwei-Personen-Spiel im alten China: Die Prinzessin versucht, dem Palast zu entkommen und ihren Geliebten zu treffen. Der raffinierte Spielaufbau besteht aus Elementen, die an Paravents erinnern, hinter denen sich die Figuren verstecken. Mithilfe schlauer Spielzüge und eines Spiegels versucht der Gegner herauszufinden, hinter welchem Paravent die gegnerische Prinzessin gerade steckt. Hat er es geschafft, ist er der Gewinner. Eine komplizierte Variante bindet außerdem mythische Tiere ein, was gut ist, denn ansonsten ist der Spielspaß schnell erschöpft.

Fazit: Was fürs Auge. Blieb ansonsten hinter den Erwartungen zurück.

Cortex 3

Verlag: Captain Macaque
Spieler: 2-6
Alter: 8+
Spieldauer: 15 min

Hier geht’s ums Gehiiiiiiirn. Nein, das ist kein Zombiespiel, die Spieler müssen bei „Cortex 3“ im Wettlauf gegeneinander Denksportaufgaben lösen, um sich kleine Gehirnstücke zu sichern. Der erste, der genug Hirn beweist, um sein Hirn zu komplettieren, hat gewonnen. Die Aufgaben reichen von Kopfrechnen bis Mustererkennen. Neu dabei ist auch eine Riechaufgabe, bei der man über Karten reiben muss, um die Gerüche freizusetzen. Leider rochen die bei uns leider fast alle gleich, vielleicht von falscher (Messe-)Lagerung?

Fazit: Ein hübscher Spaß für die grauen Zellen.

Echidna Shuffle

Verlag: Wattsalpoag
Spieler: 2-6
Alter: 6+
Spieldauer: 10-20min

Dieses Spiel eines amerikanischen Kleinverlags lockte uns zuerst mit seiner Optik an. Gott, wie niedlich diese kleinen Igel gestaltet sind! Aber nein, das sind gar keine normalen Igel, sondern australische Ameisenigel (Echidna). Die müssen auf ihrem Rücken Insekten zum richtigen Baumstamm transportieren. Was auf den ersten Blick wie ein Spiel für kleine Kinder wirkt, erwies sich als überraschend knifflig, denn die Ameisenigel können sich nur in bestimmte Richtungen bewegen und behindern sich (und damit den Gegner) gegenseitig. Das Spielbrett verfügt über zwei Seiten, eine leichtere und eine schwerere. Auch über die Zahl der eingesetzten Echidnas lässt sich die Schwierigkeit steuern, so dass das Spiel quasi an jede Altersklasse anpassbar ist.

Fazit: Wunderhübsche kleine Entdeckung! Niedlich, knifflig und für die ganze Familie geeignet.

Sagrada

Verlag: Pegasus
Spieler: 1-4
Alter: 8+
Spieldauer: 30-45 min

Dieses Spiel lehnt sich in seiner Grundidee an das diesjährige Spiel des Jahres aus dem gleichen Verlagshaus, „Azul“, an. Statt Fliesen setzt man hier Glasfenster zusammen. Farbige Würfel müssen korrekt in das jeweils eigene Muster eingebracht werden, ohne sich zu doppeln. Bonusaufgaben verkomplizieren das gewünschte Design. Kein sehr kompetitives Spiel, denn man hat wenig Möglichkeiten, dem Gegner Stöcke zwischen die Füße zu werfen. Trotzdem hübsch.

Fazit: Ein Knobelspiel in ansprechender Optik.

Meeple Circus

Verlag: Pegasus
Spieler: 2-5
Alter: 8+
Spieldauer: 30-60 min

Manege frei! Der Zirkus ist in der Stadt. Und er besteht aus Meeples, diesen lustigen Carcassonne-esken Figuren, die man eigentlich nicht mit Akrobatik in Verbindung bringt. In diesem Spiel jedoch muss man einiges an Fingerfertigkeit beweisen, um die kleinen Holzfigürchen zu zirkusreifen Darbietungen zu bringen. Denn bei „Meeple Circus“ müssen die Spieler hölzerne Tiere und Artisten aufeinanderstapeln, um das Publikum zu begeistern. Gegen die Uhr! Natürlich bricht kurz vor Ablauf der Zeit alles noch mal zusammen … Und in der letzten Runde wird es noch schwieriger, wenn man während des Aufbaus der Galavorstellung Zusatzaufgaben wie Klatschen, Singen oder Schauspielern meistern muss.

Fazit: Selten wurde in einem Zirkus so viel gelacht. Ein köstliches Spiel!

Yukon

Verlag: Delta Vision
Spieler: 2-4
Alter: 8+
Spieldauer: 30 min

Abwechselnd bewegen die Spieler die Spielfigur horizontal und vertikal, um sich möglichst viele gute (Gold-)Karten und möglichst wenig schlechte (Kieselstein-)Karten zu sichern. Das Grundkonzept fühlt sich nicht wirklich nach „Yukon“ an. Um das Ganze schwieriger zu machen, können Personenkarten daruntergemischt werden, mit denen Karten getauscht oder Werte verändert werden können. Trotzdem bleibt das Goldgräbergefühl auf der Strecke.

Fazit: Hält nicht, was die Aufmachung verspricht.

Rumble in the House

Verlag: Flatlined Games
Spieler: 3-6
Alter: 8+
Spieldauer: 20 min

In einer Wohnung treffen eine Menge Monster aufeinander. Das kann nicht gut gehen! „Rumble in the House“ ist ein kurzweiliges Rausschmeißspiel, bei dem die Finesse darin liegt, die eigenen Monster so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Dauert kaum die angegebenen 20 Minuten, ist dafür aber ganz witzig und sehr leicht verständlich. Gibt es alternativ auch als „Rumble in the Dungeon“ mit gleichem Konzept, aber anderer (rollenspielerfreundlicher) Aufmachung.

Fazit: Ein leichter Spielesnack für zwischendurch.

A Tale of Pirates

Verlag: Cranio Creations
Spieler: 2-4
Alter: 10+
Spieldauer: 10 min

Arrr! Das ist ein Spiel für den Piraten, denn hier steht ein ganzes Schiff auf dem Tisch. Es bildet auch ein sehr dynamisches Spielfeld, denn es wird während des Spiels gedreht, mit Kanonenkugeln bestückt und von den Spielfiguren bemannt. Diese Spielfiguren sind nicht umsonst Sanduhren, denn hier spielt man mörderisch gegen die Uhr. Während der Countdown in der dazugehörigen App abläuft, müssen die Spieler so schnell wie möglich versuchen, die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen. Sobald die eigene Sanduhr abgelaufen ist, handelt man und zieht dann eilig weiter, um an anderer Stelle zu agieren. Schnelle Absprachen sind hier unbedingt notwendig, wenn man nicht von gegnerischen Korvetten versenkt werden oder auf Felsen auflaufen will. Da tritt einem schnell der Schweiß auf die Stirn! Auch dieses Spiel ist in Kapitel unterteilt, die die Piraten vor steigende Herausforderungen stellen.

Fazit: Als wäre das Piratenleben nicht schon anstrengend genug! Hier nimmt die Piratenspielidee mal ganz neue Formen an. Empfehlenswert!

Messefazit:

Der Trend geht weiter in Richtung Digitalisierung des Brettspiels. Kaum noch ein Spiel, das ohne eine App auskommt. Entweder als nette Begleitung mit Zusatzfeatures oder, und das ist wirklich im Kommen, als elementarer Spielebestandteil, ohne den es nicht mehr geht. Auch die Brettspielhersteller haben gemerkt, dass ihre Kundschaft inzwischen geschlossen über Smartphones und Tablets verfügt. In den meisten Fällen wirkt dies durchaus spielebereichernd. Wohin uns das in Zukunft führen wird, bleibt abzuwarten. Hoffen wir auf eine gesunde Partnerschaft zwischen Brettspiel und App!

SPIEL 2016 – Rezensionen (fast) im Dutzend

Mehr Hallen, mehr Aussteller, mehr Besucher – nach wie vor übertrifft die SPIEL sich jedes Jahr selbst und konnte mit einem Plus von 12.000 Gästen zum Vorjahr einen neuen Rekord aufstellen. Die steigenden Umsatzzahlen der Branche spiegelten sich im zusätzlichen Platzbedarf: Gleich drei neue Hallen wurden dieses Jahr dazugenommen, um die Aussteller (60% davon aus dem Ausland!) unterzubringen. Deren Neuheiten kamen offenbar gut an, denn viele davon waren schon nach zwei Tagen ausverkauft. Kleiner Wermutstropfen: das neue Parkkonzept. Die Schrankeneinfahrt auf allen Parkplätzen sorgte für lange Staus an den ersten beiden Messetagen (ja, auch ich kann ein Lied davon singen …). Immerhin lernte man schnell daraus: Das Öffnen der Schranken entspannte die Anreise am Wochenende, so dass man sich wieder stressfrei ins Getümmel stürzen konnte. Neben Besuchern und Ausstellern war daher auch der Veranstalter zufrieden und ließ bereits durchblicken, Essen noch auf lange Jahre treu zu bleiben.

Aber erstmal zurück zu diesem Jahr, in dem auch die GFR wieder vertreten war: Mit einem neuen, schlankeren Standkonzept und der beliebten Playmobil®-Kneipenschlägerei. Wie hat Euch unser Auftritt gefallen? Habt Ihr Wünsche oder Anregungen? Wir freuen uns über Feedback!

gfr

Rekordverdächtig war übrigens auch die Liste von Spielen, die ich dieses Jahr ausprobiert habe, um sie für Euch zu rezensieren. Viel Spaß bei der Lektüre!

EXIT – Das Spiel

Hersteller: Kosmos
Spieler: 1-6
Alter: ab 12
Spieldauer: Individuell

Exit

Escape-the-Room-Spiele erfreuen sich gerade großer Beliebtheit. Anlass für zahlreiche Spielehersteller, nun auch welche für den Gebrauch am heimischen Spieltisch auf den Markt zu bringen. Kosmos ist einer dieser Anbieter und präsentierte zur Spielemesse gleich drei Titel seiner neuen EXIT-Reihe. Zum Probespielen auf der Messe gab es ein abgespecktes Set, das einen ersten Eindruck der zu lösenden Rätsel vermittelte. „Schlösser knacken“ muss man auch hier, allerdings gibt es diese nur auf dem Spielplan. Ein Lösungsrad verrät, ob man die richtige Kombination gefunden hat. Steckt man fest, ersetzen Tippkarten den menschlichen Hinweisgeber. Wie lange man braucht, um den Ausweg zu finden, beeinflusst die Menge der erzielten Punkte.

Fazit: Für Rätselfüchse empfehlenswert.

Klask

Hersteller: Carletto/Competo
Spieler: 2
Alter: ab 6
Spieldauer: ca. 10 min

Klask

Auf den ersten Blick erinnert dieses Geschicklichkeitsspiel ein bisschen an einen kleinen Tischkicker, nur dass die Fußballer fehlen. Auf dem blauen Spielfeld von Klask hat jeder eine schwarze Figur, die er mittels darunterhängendem Magneten steuert. Der kleine gelbe Ball muss im gegnerischen Tor, das hier ein rundes Loch im Spielbrett ist, versenkt werden. Doch Vorsicht! Fällt man selbst ins Tor (was im Eifer des Gefechts häufiger vorkommt, als man meinen sollte…), verliert man seine Figur oder sammelt man sich zwei der kleinen weißen Magnete ein, die auf dem Spielfeld verteilt sind, gibt das einen Punkt für die Gegenseite. Das macht das Spiel schnell, lustig und verlockt einen dazu, die eigene Geschicklichkeit immer wieder zu versuchen.

Fazit: Tischkicker ist out, Klask ist in!

In A Bind

Hersteller: Stuff by Bez
Spieler: 3-9
Alter: ab 13
Spieldauer: ca. 15 min

inabind

Ihr seid auf einer Party und habt das klassische „Twister“ nicht bei der Hand? Dann greift zu „In A Bind“, im Selbstverlag veröffentlicht von Bez Shahriari. Das praktische Kartenspiel benötigt keinerlei Vorbereitungen und sorgt trotzdem für genauso viele Verrenkungen wie das Spiel mit der bunten Folie: Mit dem Ohr auf der Schulter fängt es an, dann muss eine Karte die Nase berühren, als nächstes das linke Handgelenk verbiegen… Sobald man anatomisch nicht mehr in der Lage ist, die nächste Anweisung auszuführen, ist man raus. Bis dahin hat man beim Anblick seiner Mitspieler auf jeden Fall einiges zu lachen gehabt. Alter und Gruppengröße sind dabei sehr variabel.

Fazit: Kurz und gut: ein perfektes Partyspiel.

Potion Explosion

Hersteller: Heidelberger
Spieler: 2-4
Alter: ab 8
Spieldauer: 30-45 min

Potion

Tränke brauen ist angesagt! Als Studenten an der Zauberhochschule müssen die Spieler die richtigen Zutaten für ihre jeweiligen Zaubertränke zusammenbekommen. Explosionen sind dabei erwünscht – denn sie bestehen lediglich im Aufeinandertreffen der Murmeln, die im „Zutatenspender“ zusammenschlagen, wenn man sich die gewünschten Zutaten herausfischt. Ist ein Trank fertig, kann er beim Brauen zusätzliche Vorteile bringen. Jedoch hatten sich die Probespieler unter den angekündigten Kettenreaktionen mehr vorgestellt. Hier kommen wohl eher jüngere Spieler auf ihre Kosten; dazu trägt immerhin auch das sehr liebevoll gemachte Spielmaterial bei.

Fazit: Familienspiel, das vor allem kleinen Harry-Potter-Fans gefallen dürfte.

Pandemic: The Cure

Hersteller: Z-Man Games
Spieler: 2-5
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 30 min

thecure

Und auch dieses Jahr geht nicht ohne eine weitere Variante von „Pandemie“ vorüber. „Pandemic: The Cure“ ist die Würfelvariante des erfolgreichen Seuchenspiels und benötigt damit vor allem weniger Material und kein Spielbrett. Das Prinzip bleibt das Gleiche: Die Spieler versuchen, die vier Seuchen einzudämmen und ein Heilmittel zu finden, bevor die Menschheit ausgelöscht wird. Der größte Unterschied zum großen Bruder ist der Glücksfaktor, den die Würfel einbringen. Da die Aktionen stark von den Würfen beeinflusst werden, kann man nicht ganz so strategisch planen, wie man das eigentlich gewohnt ist – und ein schlechter Wurf kann alles ruinieren. Zugleich wird das Spiel dadurch schneller. Für manche mag das ein Plus sein, andere werden die alte Taktikvariante bevorzugen.

Fazit: Schnelle Seuchenjagd für zwischendurch.

Pandemic: Schreckensherrschaft des Cthulhu

Hersteller: Z-Man Games
Spieler: 2-4
Alter: ab 14
Spieldauer: ca. 40 min

pandemicthulhu

Und nochmal „Pandemie“! Oder auch nicht. Denn in dieser Lovecraftschen Variante ist zwar das Prinzip der Ausbreitung und Bekämpfung beibehalten worden, aber diesmal sehen sich die unerschrockenen (?) Spieler echten Ausgeburten des Wahnsinns gegenüber. Zwischen Arkham, Innsmouth, Dunwich und Kingsport wechselnd, versuchen die Ermittler, Portale zu schließen, bevor die Kultisten mit ihren Beschwörungen Erfolg haben. Hat man alle vier Portale geschlossen, ist das Spiel gewonnen. Jedoch gibt es sehr viel mehr Wege, zu verlieren! Und dabei ist Wahnsinn noch das Netteste, was einem passieren kann. Das verleiht dem Spiel einen völlig neuen Grad der Herausforderung und treibt den Spielern die Schweißperlen auf die Stirn. Das optisch sehr ansprechend gestaltete Spielmaterial trägt dazu bei, einem wohlige Schauer über den Rücken zu jagen.

Fazit: Gelungene Kreuzung aus Pandemie und Lovecraft – Cthulhu hätte seinen Spaß daran!

Cthulhu!!!

Hersteller: Twilight Creations Inc.
Spieler: 2-6
Alter: ab 15
Spieldauer: 30-45 min

zombiecthulhu

Sagte ich Lovecraft? Z-Man Games sind nicht die einzigen, die sich diesmal bei den Großen Alten bedient haben. Auch Twilight, bekannt und beliebt für seine Zombiespiele, wirft ein paar dunkle Götter ins Rennen. Aufbau und Ablauf dürften Spielern von „Zombies!!!“ bekannt vorkommen, nur dass es hier Kultisten sind, die einem das Leben schwer machen, und dass man Portale versiegeln statt zum Hubschrauber rennen muss, um zu gewinnen. Und natürlich spielt jeder gegen jeden – das Behindern, Bestehlen oder, zur Abwechslung, In-den-Wahnsinn-treiben der Mitspieler ist völlig legitim. Wer seine Zombies also gerne mit einem Schuss Cthulhu genießt, wird hieran sicher seinen Spaß haben.

Fazit: Das Zombie-Spielprinzip bekommt ein paar nette Variationen – nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Icecool

Hersteller: Amigo
Spieler: 2-4
Alter: ab 6
Spieldauer: ca. 30 min

icecool

Ist das niedlich! In der eisigen Heimat der Pinguine muss man versuchen, die meisten Fische zu schnappen – oder seine Mitspieler. Dabei schnippt man seine Figur durch die Räume. „Icecool“ ist ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem abwechselnd jeder mal der „Fänger“ sein darf. Das ist einfach zu verstehen, hübsch anzusehen und daher gerade für Kinder ein Traum, denn hier haben sie echte Chancen gegen die Großen. Das Spiel hält einen außerdem in Bewegung, denn man muss um das Spielfeld herumlaufen, um seine Figur zu erreichen.

Fazit: Klares Familienspiel, besonders für Kinder im Grundschulalter zu empfehlen.

The Eyez

Hersteller: Goliath
Spieler: ab 2
Alter: ab 6
Spieldauer: 10-20 min

eyez

Memory für Fortgeschrittene! Bei „The Eyez“ sind nicht nur alle Spieler gleichzeitig dran, die Augen sehen sich auch verteufelt ähnlich. So kann es sein, dass ein zur Seite gelegtes Paar sich bei der Schlussauswertung doch nicht als identisch entpuppt – und Minuspunkte gibt. Es gilt also, in kurzer Zeit möglichst schnell die passenden Augen zu finden, bevor die Mitspieler es tun. Hektik garantiert, gute (eigene) Augen unbedingt erforderlich! Obwohl es ab sechs Jahren empfohlen wird, erschien es den Probespielern doch eher für ältere Spieler empfehlenswert, die eine neuartige Memory-Herausforderung suchen.

Fazit: Memo-Spiel für schnelle Gedächtniskünstler – ein echter Hingucker!

Schatzjäger

Hersteller: Queen Games
Spieler: 2-6
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 40 min

schatz

Die Schätze warten! Darum begeben sich die Spieler nacheinander in die Frostberge, den Dschungel und die Lavahöhlen. Mit den passenden Wertkarten sichert man sich den besten Schatz – und hier wird es knifflig. Denn die eigenen Handkarten erhält man am Anfang, indem man sich reihum etwas aussucht. Am Ende steht man dann womöglich mit Werten da, die man gar nicht wollte und die einem den Stinkstiefel statt des Kristallschädels verschaffen. Sind die Schätze eingesackt, muss man sich außerdem noch mit den Goblins auseinandersetzen, die am Wegesrand lauern. Oder bringen gerade die erst die hohen Punkte ein? Eine hübsche Mischung aus Glück und Taktik mit ebenso hübschem Spielmaterial.

Fazit: Vielleicht kein Dauerbrenner, aber spaßig.

Planet Surprise

Hersteller: Notre Game
Spieler: 2-8
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 20 min

suprise

Rubbellose mal anders – „Planet Surprise“ ist ein Spiel, das man jeweils nur einmal spielen kann, denn danach sind die Spielkarten abgekratzt und unbrauchbar. In einem Spielkonzept, das „Schiffe versenken“ nicht ganz unähnlich ist, erforschen die Spieler die Planeten auf ihrer Spielkarte, indem sie sie aufrubbeln. Darunter verbergen sich Plus- oder Minuspunkte. Durch öffentliches oder geheimes Erforschen, vor allem aber durch Anweisungen an die Gegner (die man zwingen kann, bestimmte Planeten aufzurubbeln) versucht man, sich selbst möglichst gute und den Gegenspielern möglichst schlechte Planeten zuzuschanzen. Da es mehr Planeten – und Zugmöglichkeiten – als Spielrunden gibt, bleibt trotz der unterschiedlichen Karten die Spannung erhalten. Angesichts der Kosten pro Einzelkarte fragt man sich jedoch, ob man für das Geld nicht ein Spiel bekäme, von dem man länger was hat.

Fazit: Kurios und kurz – Besen oder Staubsauger für danach bereithalten.

SPIEL 2015 – Für Euch unterwegs in Essen

Voll war’s – mit 162.000 Besuchern schaffte die diesjährige Spielemesse mal wieder einen neuen Besucherrekord. Und das bei 9% mehr Ausstellungsfläche bei zugleich 9% mehr Ausstellern, die ca. 1.000 Neuheiten präsentierten. Da gab’s ne ganze Menge zu spielen! Wenn man denn einen Platz ergatterte, denn der Andrang auf die Spieltische war diesmal schon ab Donnerstag hoch und wurde nur noch von der Kaufbegeisterung getoppt: Sonntag waren viele Spiele vergriffen, an den Händlerständen kaum ein Durchkommen. Spielefrust statt Spielelust? Entspannt kamen die durchs Gewühl, die sich nicht aufs Probespielen bestimmter Spiele versteift hatten. Denn bei vielen Neuerscheinungen war das Interesse einfach zu groß.

Kaum zu groß konnte dafür den Entwicklern von Catan der Zulauf zu ihrem Weltrekordversuch sein. Zum diesjährigen Catan-Jubiläum – 20 Jahre wird schon gesiedelt – schafften die Spielemacher es, 1.040 Teilnehmer zu einem sogenannten Big Game zu versammeln. Zwar kostete die Teilnahme extra, dafür winkten den Siegern auch großzügige Preise. Außerdem nahm „Catan“-Erfinder Klaus Teuber ebenfalls an dem erfolgreichen Rekordversuch teil. Ein Fall fürs Guinness-Buch!

Catan_01 Catan_02

Die Halle vor und während des Weltrekordspiels.

Natürlich war auch Eure GFR e.V. wieder auf der Messe aktiv. Wer uns dieses Jahr am Stand besuchte, konnte einen exklusiven FeenCon-Flyer mit Rabattgutschein für die FeenCon 2016 ergattern. Schön aufbewahren bis Juli! 😉 Der Stand selbst hatte sich auch etwas verändert: Keine Theke mehr, stattdessen etwas offener mit Regalen und Besuchertischen. Gespielt wurde natürlich auch wieder: unser beliebtes Squighopper und das dystopische Science-Fiction-Rollenspiel Ultima Ratio. Wie hat Euch der neue Stand gefallen? Habt Ihr Verbesserungsvorschläge? Wir freuen uns über Feedback!

Stand_01 Stand_02

Der Stand nach dem Angriff der heimtückischen Konfettimafia.

Und was gab’s so an Spielen auf der SPIEL? Hier eine kleine Auswahl an erfolgreich probegespielten Neuheiten:

Aramini Circus

Hersteller: Mini Games
Spieler: 2-4
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 20 min

Aramini

Bevor der Zirkus irgendwo ankommt, müssen erstmal alle Waggons mit Zirkustieren darin an die Lok angehängt werden – das ist die Aufgabe der Spieler, die konkurrierende Züge zusammenstellen. Dabei müssen entweder die Farben der Waggons oder die Anzahl der Tiere darin passend kombiniert werden. Beim Kauf aus der Auslage versucht man natürlich gegenseitig, sich die besten Karten wegzuschnappen. Angesichts des hübschen Kartendesigns durchaus auch ein Vergnügen fürs Auge. Es gibt Extrakarten, die auf Wunsch etwas mehr Komplikation ins Spiel bringen.

Fazit: Die leicht verständlichen Regeln machen das Spiel zu einem kurzweiligen Spaß für zwischendurch.

Dragon Farkle

Hersteller: Z-Man Games
Spieler: 2-5
Alter: ab 13
Spieldauer: ca. 30 min

Dragon

Es gilt, einen Drachen zu erschlagen! Doch da der mutige Held das alleine nicht schafft, muss er sich zuerst eine Armee zusammenstellen. Hier fangen die Probleme schon an, denn alle anderen Helden haben das gleiche Ziel. Warum also nicht die anderen Armeen angreifen, um sie sich selbst einzuverleiben? Hier gehen die Helden mit Zähnen und Klauen aufeinander los, bevor der Sieger sich am Ende dem Drachen stellen darf (dabei aber nicht unbedingt erfolgreich sein muss). Bei diesem Spiel braucht man vor allem viel Würfelglück, denn wenn man einen Farkle würfelt, sind die neuen Soldaten sofort Drachenfutter. Angereichert wird das Ganze um Fantasyelemente wie magische Gegenstände und hilfreiche Verbündete, die auch optisch ansprechend aufgemacht sind.

Fazit: Die Mischung aus ehemals reinem Würfelspiel (das ursprüngliche „Farkle“) und Interaktion zwischen den Spielern ist gewöhnungsbedürftig. Kann durch die Kämpfe zu Längen neigen.

Machi Koro

Hersteller: Kosmos
Spieler: 2-4
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 30 min

Machi

Hier legt man sich mit Karten eine Stadt – mit gewinnbringenden Gebäuden, die schlau kombiniert werden wollen, damit man möglichst viel Geld einnimmt (oder es seinen Mitspielern abnimmt!). Für die vorteilhafteste Gebäudeentwicklung braucht es Planung, die Würfel, deren Wurf Aktionen auf den Karten auslöst, bringen ein Glückselement hinein. Die Spielgestaltung ist klar und ansprechend, Taktiker haben ihre reine Freude daran, Bauvorhaben zu planen und die Gegenspieler zur Kasse zu bitten.

Fazit: Schönes Strategiespiel mit erstaunlich unkompliziertem Einstieg.

Pandemic Legacy

Hersteller: Z-Man Games
Spieler: 2-4
Alter: ab 14
Spieldauer: ca. 60 min

Pandemic

Kommt einem irgendwie bekannt vor? Kein Wunder, denn dieser x-te Pandemie-Ableger mit dem Untertitel „Season 1“ funktioniert im Großen und Ganzen wie das erfolgreiche Urspiel. Neu ist eine mysteriöse Hintergrundstory, die diese erste Staffel durchläuft und demnächst wohl um eine zweite Staffel ergänzt werden wird, denn nach dem Durchspielen kann man dieses Spiel erstmal entsorgen. Wie bitte, entsorgen? Ja, genauso ist es. Z-Man Games hat sich einige Gimmicks für diese Variante ausgedacht, die aufs Spielbrett geklebt, zerrissen oder anderweitig verbraucht werden, so dass man Pandemic Legacy nach maximal 24 Runden – theoretisch – wegwerfen kann. Ein doch eher verblüffender Ansatz für ein Spiel dieser Preisklasse. Wer’s trotzdem versuchen will, sieht sich mit neuen Schwierigkeiten bei der Ausrottung der Krankheiten konfrontiert.

Fazit: Die Menschheit ist von der Auslöschung bedroht – das Spielmaterial auch. Für Seuchenfans.

Colt Express

Hersteller: Ludonaute
Spieler: 2-6
Alter: ab 10
Spieldauer: ca. 40 min

Colt

Wuhu, das Spiel des Jahres! Und was für ganz böse Buben (und Mädels): Die Spieler sind Outlaws im Wilden Westen und überfallen einen Zug. Der steht ganz plastisch auf dem Spieltisch und macht durch die Möglichkeit, mehrere Ebenen zu bespielen, das Ganze zu einer interessanten Abwechslung zum reinen Brettspiel. Beim Versuch, die besten Beutestücke zu ergattern und dem Sheriff zu entwischen, behindern die Banditen sich fleißig gegenseitig. Anhand von Bewegungskarten muss man seine Züge weit im Voraus planen und kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es garantiert nicht so läuft wie erhofft. Das macht Colt Express ziemlich lustig, zumal es mit klassischen Westernszenen wie Schießereien auf dem Dach und den Schwierigkeiten von plötzlichen Tunneleinfahrten spielt.

Fazit: Ein Spiel wie eine Westernkomödie. Auf jeden Fall sehr unterhaltsam.

SPIEL 2014 – Für Euch probegespielt

Eure Windgeflüster-Redaktrice und GFR-Chronistin hat sich dieses Jahr für Euch ins Getümmel der Essener Spielemesse gestürzt und das eine oder andere ausprobiert! Hier kommen die Rezensionen für alle, die noch was Neues für den nächsten Spieleabend suchen.

Faras

Hersteller: Granna
Spieler: 2-5
Alter: ab 6
Spieldauer: ca. 30 min

Faras

Kombiniert das klassische Memory-Spiel mit Taktik und etwas Kartenglück. Die Spieler sind Archäologen an einer Ausgrabungsstätte. Wie normale Archäologen wissen sie nicht wirklich, was sie finden werden: Zu Beginn darf man sich die Karten kurz anschauen, dann werden sie umgedreht. Nun zählt das beste Gedächtnis: Wo liegen passende Paare? Je mehr Karten verschwinden, desto schwieriger wird es, sich zu erinnern, wo noch etwas Brauchbares zu finden ist. Denn unter einigen Karten lauern giftige Skorpione. Mit den eigenen Handkarten kann man seine Punkte vervielfachen, aber auch dafür muss man erst mal die richtigen Sachen ausgraben.

Fazit: Interessante Idee, schnell gespielt. Memory-Fans sind klar im Vorteil!

Venezia 2099
Hersteller: Piatnik
Spieler: 2-5
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 45 min

Venezia 2099

Was die Venezianer schon lange fürchten, tritt in diesem Spiel ein: Venedig versinkt in der Lagune. Vorher gilt es, noch zu retten, was zu retten ist: Kostbare Kunstgegenstände warten darauf, geborgen zu werden. Dabei gilt die klassische Warenverknappung: Je weniger farblich passende Stadtteile am Ende noch existieren, desto wertvoller werden die eigenen Objekte. Man muss also genau überlegen, was sich zu retten lohnt. Außerdem drohen nasse Füße, während die Stadt um einen herum untergeht. Die Spieler haben nur begrenzte Möglichkeiten, ihre Figuren per Gondel zu retten, während das Wasser nach jedem Beutezug steigt.

Fazit: Clever. Hier sind vorausschauendes Planen und Taktik gefragt. Macht Spaß!

Crazy Circus
Hersteller: Asmodee
Spieler: 1-10
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 20 min

Crazy Circus

Was wegen der klobigen, bunten Figuren auf den ersten Blick wie ein Spiel für die ganz Kleinen aussieht, entpuppt sich als Knobelspiel für Logikfans. Drei Zirkustiere – Elefant, Eisbär und Löwe – müssen für ihr Kunststück auf- und nebeneinander platziert werden. Dies darf nur durch festgelegte Befehle geschehen. Man zieht Karten, die festlegen, wie es am Ende aussehen soll. Und dann geht es auf Zeit: Wer zuerst die korrekte Reihenfolge der Befehle nennen kann, gewinnt die Runde.

Fazit: Ein Zirkus für Gehirnakrobaten und Freunde von Logikspielen.

Sushi Dice
Hersteller: Sit Down!
Spieler: 2-6
Alter: ab 6
Spieldauer: ca. 15 min

Sushi Dice

Ein Spiel für ganz Schnelle! Sushi-Platten müssen farblich passend erwürfelt werden. Und zwar flott, denn nach dem Duell-Prinzip würfeln immer zwei Spieler gegeneinander. Während man hektisch die eigenen Würfel auf die passenden Symbole checkt, muss man noch ein Auge aufs Gegenüber haben, ob man den anderen vielleicht beim Würfeln ausbremsen kann. Denn wenn der Totenkopf fällt, muss man von vorne loswürfeln – aber nur, wenn’s der andere auch merkt! Damit die umsitzenden Mitspieler sich nicht langweilen, haben auch sie auf die Totenköpfe zu achten, denn bei Doppelfehler sind beide Duellanten fällig …

Fazit: Ein schnelles Spiel für Hektiker! Macht nach durchspielter Nacht garantiert wieder hellwach.

Co-Mix
Hersteller: Horrible Games/Heidelberger
Spieler: 3-10
Alter: ab 8
Spieldauer: ca. 30 min

Co-Mix

Comics selber machen – bei diesem Spiel braucht man dafür nicht mal zeichnerische Fähigkeiten. Aus vorgegebenen Motiven müssen die Spieler ihre eigenen Geschichten zusammenstellen und erzählen. Das Thema wird vorgegeben, dann zählt die eigene Kreativität. Wie gut die eigene Leistung war, bewerten die Mitspieler. Hierbei wird’s etwas kompliziert, weil man Punkte entsprechend Idee, Plot, Gefühl usw. vergibt – da kann man schon mal ins Schleudern kommen, wer nun was verdient hat. Außerdem läuft die Zeit mit – für den langsamsten Comic-“Zeichner“ gibt’s einen Strafpunkt. Längere Geschichten über mehrere Runden zu erzählen ist möglich.

Fazit: Erzählspiel für Bildchenfreunde und Improvisationstalente. Auf jeden Fall schön bunt.

Pandemic: Contagion
Hersteller: Z-Man Games
Spieler: 2-5
Alter: ab 13
Spieldauer: ca. 30 min

Pandemic: Contagion

Die Menschheit ausrotten – das ist das Ziel der Spieler, die hier Viren darstellen. Der Weg dorthin: Städte infizieren und aulöschen, je mehr, desto besser. Die Regeln sind schnell erlernt, der Einstieg ins Spiel daher rasch und unkompliziert. So kann man das eigene Virus durch Mutationen verbessern, um mehr Leute anzustecken oder sich vor den Gegenmaßnahmen der WHO zu schützen. Auch gemeinsames Inifzieren derselben Stadt ist möglich, doch Vorsicht ist geboten, denn dieses Kartenspiel ist nicht kooperativ und nur das beste Virus gewinnt.

Fazit: Ansteckend!

Quizduell – Das Spiel
Hersteller: Ravensburger
Spieler: 2-6
Alter: ab 12
Spieldauer: ca. 30 min

Quizduell – Das Spiel

Wenn ein Spiel als App sehr erfolgreich ist, geht der Trend ja seit Neuestem dazu, es auch als Brettspiel herauszubringen. So erging es auch dem erfolgreichen Quizduell, das nach seinem Gastauftritt im Fernsehen nun bei Ravensburger als Brettspiel erscheint. Die Pappversion bemüht sich, die Elemente des digitalen Originals nachzustellen, von der Kategorienauswahl bis hin zur Erstellung eigener Avatare. Wirklich gelungen ist die Transformation zum Familienspiel jedoch nicht – für den heimischen Spieletisch gibt es bessere Wissensspiele.

Fazit: Überflüssig.