FeenCon 2016 ODER No Need for Heat

Um direkt eine der wichtigsten Fragen vorab zu klären: Nein, diesmal haben wir keinen Hitzerekord gebrochen. Die Beschwerden zu den stark überhöhten Temperaturen im vergangenen Jahr hatte sich die FeenCon-Orga dieses Jahr zu Herzen genommen und etwas milderes Wetter bestellt. Das klappte dann auch tadellos! Schließlich nimmt die Orga das Feedback der Besucher besonders ernst. Das zeigte sich auch in anderer Hinsicht: Die Hüpfburg war dieses Jahr noch größer! Und wieder der unangefochtene Star bei den kleinen Gästen.

Rettet Rotkäppchen!

Die großen Gäste stellten sich eher geistigen Herausforderungen. So gab es erstmals einen Escape Room auf der Con. Unter dem Motto „Escape the Märchenwald“ hatte man 30 Minuten Zeit, eine Märchenfigur (im Fall der Autorin Rotkäppchen) aus ihrem Gefängnis im Haus der Hexe zu retten. Dazu galt es einige Rätselnüsse und Schlösser zu knacken. Spaßig – und schwierig! Angeblich schafften es 60 bis 70 Prozent der Teilnehmer in der vorgegeben Zeit hinaus. Die Autorin und ihr Team jedoch leider nicht…

Beorn vs. Phileasson

Einen Wettstreit ganz anderer Art lieferten sich auf der Con Bernhard Hennen und Robert Corvus, die beiden Autoren der Romanfassung eines der berühmtesten Abenteuerzyklen von DSA, der Phileasson-Saga. Viele DSA-Spieler haben diese Kampagne gespielt, manche angefangen, die meisten davon gehört. Seit diesem Jahr erscheint sie nun als Buchreihe. Und wie die streitenden Kapitäne im Roman ließen Hennen und Corvus auf der Con Team Beorn und Team Phileasson in einer Fanabstimmung gegeneinander antreten. Nun, am Ende stand ein eindeutiger Sieger fest. Lag es daran, dass Bernhard Hennen die Con früher verließ als sein Rivale, äh, Mitautor? Wer weiß…

Bücher, Bücher, Bücher

Neben dem unterhaltsamen Auftritt dieser beiden (mit Gesang!) gab es noch viele weitere Lesungen. Um hier nur zwei der prominenteren Gäste zu erwähnen:

Wolfgang Hohlbein stellte ein ungewohnt brutales Buch vor, „Mörderhotel“, in dem er die wahre Geschichte eines amerikanischen Serienmörders im 19. Jahrhundert beschreibt. Obwohl er die Geschichte interessant findet, meinte er, dass es wohl sein „erster und letzter“ Krimi bleiben wird.

Weniger gruselig ging es bei Bernhard Hennens Sololesung zu. Da er sich selbst als lesefaul beschrieb, las er nur einen kurzen Abschnitt seines neuen Buchs vor, bevor er die Zuhörer mit unterhaltsamen Anekdoten aus seinem Leben und seiner Arbeitspraxis unterhielt.

(Welche Lesungen oder Workshops habt Ihr besucht? Kommentare willkommen!)

Und natürlich noch viel mehr!

In der großen Halle warteten wieder zahlreiche Künstler auf Besuch, darunter Caryad, die uns jedes Jahr ein tolles Motiv für den „Sklavenhumpen“ gestaltet. Positiv kam auch das Brettspiel-Testangebot von Pegasus an, wo man ohne die Hektik der Essener Spielemesse Neuheiten ausprobieren konnte.

Im Außenbereich sorgten wie immer Jugger und Zombiecalypse für Action, Tanz und Feuershow für Unterhaltung. Und natürlich die bereits erwähnte, größere Hüpfburg für ein begeistertes Publikum. Sie hatte dieses Jahr sogar noch mehr junge Familien angelockt – und das trotz der Konkurrenz durch die Kölner Lichter.

Einer nahm auf der FeenCon übrigens ganz unbemerkt seinen Abschied: Tore Herr, langjähriger FeenCon-Cheforganisator, will sich zukünftig aus der Orga zurückziehen. Danke, Tore, für viele fantastische Jahre Rollenspiel-Con!

Huepfburg

Bereit zum Hüüüüüpfen!

maerchenwald

Keine Rettung für Rotkäppchen – trotzdem vielen Dank an André Wiesler für den tollen Escape Room!

Hohlbein  Hennen

Hohlbein und Hennen in ihren Lesungen.

Phileasson

Sieg für Team Phileasson!

Halle

Blick in die große Halle mit zahlreichen Ständen und Spielangeboten.

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